So viele Veränderungen

Wie ich bereits in meinem ersten Blog-Post ankündigte, hatte ich Gentoo eine weitere Chance eingeräumt. Lange hat es (bzw. ich) aber nicht durchgehalten, die Compile-Zeiten sind einfach unerträglich. Wer sein System einmal einrichtet und dann in Ruhe lässt, hat damit sicher kein Problem, doch mir fällt jede Woche was neues ein.

Also hatte ich mal wieder Arch-Linux auf meinem Laptop installiert und fühlte mich sogleich heimisch. Im Wiki findet sich eine super Doku, die einem den Umstieg von Debian auf Arch stark erleichtert. Als ganz angenehm empfinde ich die rc.conf, die diverse Einstellungen, wie Netzwerk-Konfiguratoin, zu ladende Kernel-Module…, an einem Ort hält.

Aus lauter Jux hatte ich auf dem Laptop auch KDE installiert und mich dann über die funkelnde Oberfläche gefreut. Als jahrelanger KDE-Zumindest-Nicht-Gut-Finder muss ich aber gestehen, dass es sich recht gut benutzen lässt. Einen Blick Wert ist auf jeden fall die Zusammenarbeit der für Termine und Kontakte zustänigen Programme. Die teilen sich nämlich die Daten, ein wenig Mac-Like nur eben auf meinem eigenen Rechner. Programmiertechnisch bin ich derzeit ja noch hin und her gerissen vom richtig gut dokumentierten Qt und – naja – gtkmm.

Richtig interessant wurde es aber, als Arch nun auch das Ubuntu auf meinem PC ablöste. Geplant war das ja eigentlich nicht so zeitig, aber auf der damals extra für solche Fälle frei gelassenen 400GB-Partition war es recht schnell installiert. Dabei habe ich das System auch erstmals mit LVM aufgesetzt und alle wichtigen Verzeichnisse in ein separates Logical-Volume gesteckt. Jetzt mache ich mir Vorwürfe, dass ich sowas nicht schon viel eher getan habe. Man ist dermaßen flexibel, gerade weil man zu Beginn selten weiß, wie groß die einzelnen Verzeichnisse in 2 Jahren mal werden. (/opt wurde schon 3 Mal vergrößert, was leichter ist als Brötchen backen. [Bemerkt man das vor Freude strahlende Kind in mir?]) Auf dem PC läuft übrigens KDE. *duck*

Es gibt aber auch eine Schattenseite. Eigentlich keine Schatten- sondern eine stumme Seite: Nach der Installation haben nur KDE-Anwendungen Ton ausgegeben. Erst nach der Pulse-Audio-Installation spricht nun auch VLC zu mir. Allerdings vermisse ich noch den Ton von Spielen und Flash. Im Netz gibt es viele Hinweise, geholfen hat aber bisher noch nichts. Ah, durch einen dummen Zufall ist es mir gelungen Flash doch Sprechen zu lassen, allerdings haben sich dann alle KDE-Anwendungen die auch was sagen wollten aufgehängt.

Sachdienliche Hinweise bitte zu mir. =)

Sieht man mal vom Ton ab, bin ich äußerst zufrieden. Ein flexibles System, welches mich nicht einschränkt und stets das neuste dahin installiert, wo ich es vermute. Möge mich Arch mindestens so lange begleiten, wie Ubuntu zuvor.

Eine Antwort zu So viele Veränderungen

  1. fullPath sagt:

    Ja da hast du mit der Konfiguration echt glück gehabt ;) wenn ich da an die schwere Geburt meines Solaris 10 von gestern denke… ja es ist schon ein Unterschied zu Linux, aber naja jetzt kann ich wenigsten beginnen die ersten Zonen zu bauen.

    Ahhh jaa und hmm deine berichte über Arch und LVM haben mich stark neugierig gemacht, ich glaube ich kauf mir mal ein neues Board für mein Desktop und probier das mal aus :)

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